Verbundprojekt 50+
Aktuelle demografische Entwicklung
Die heutige wirtschaftliche Situation ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Globalisierung, rasanter Wissensentwicklung bei gleichzeitigen demografischen Veränderungen: es werden zunehmend weniger Kinder geboren, so dass sich die Lebensarbeitszeit der einzelnen ArbeitnehmerInnen kontinuierlich verlängert.
Die Gruppe der „mittelalten" Erwerbspersonen, aus der sich gegenwärtig die Kernbelegschaften rekrutieren, nimmt ab, so dass sich das Schwergewicht auf die über 50-Jährigen verlagert. Die Zahl der über 60-Jährigen, die bis zur gesetzlichen Altersgrenze tätig bleibt, wächst an.
Konsequenzen daraus sind qualifikatorische und regionale Lücken im Arbeitskräfteangebot.
Ziel des Verbundprojektes
Das Verbundprojekt hat das Ziel, diese qualifikatorischen Lücken zu schließen, indem die Kompetenzen der älteren ArbeitnehmerInnen gestärkt werden.
Insbesondere soll es um den Aufbau sogenannter Innovationskompetenz gehen, um den Umgang mit schnellen wirtschaftlichen Veränderungen zu verbessern. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen soll erhöht werden, um im weiteren Verlauf eine passgenaue Qualifizierung zu entwickeln, die zu einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung des Unternehmens und damit zur Beschäftigungssicherung der älteren ArbeitnehmerInnen führen wird.
Das Projekt soll Antworten auf folgende Fragen geben
- Wie kann die Innovationskraft der Betriebe sichergestellt werden, wenn die Belegschaft altert und der Nachwuchs fehlt?
- Wie können unterschiedliche Altersgruppen so zusammenarbeiten, dass sich ihre jeweiligen Stärken (Ressourcen) optimal ergänzen?
- Wie kann der wechselseitige Erfahrungstransfer zwischen erfahrenen Mitarbeitern und Nachwuchsführungskräften sichergestellt werden und welches Wissen soll überhaupt ausgetauscht werden?
- Welche konkreten Ansätze gibt es, um die Forderungen nach einem lebensbegleitenden Lernen für ältere ArbeitnehmerInnen umzusetzen?
- Welche Optionen haben Unternehmen für die Neueinstellung und Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer?
Vorteile für Sie, bei einer Teilnahme am Verbundprojekt
Als Unternehmen im Verbund profitieren Sie von einem gezielten Informationsaustausch zwischen Betroffenen und können so Ihre Vorgehensweise optimieren.
Das Ziel, Beschäftigungserhalt durch Qualifizierung für ältere Arbeitnehmer wird durch ESF-Mittel gefördert, so dass Sie nur ca. die Hälfte der Kosten tragen müssen.
Das Verbundprojekt ist bereits genehmigt und es stehen insgesamt ca. 50.000 EURO Fördergelder zur Verfügung, die auf Ihren Abruf warten.
Bis Mitte des Jahres können noch weitere interessierte Unternehmen in das laufende Verbundprojekt einsteigen.
Voraussetzungen zur Teilnahme am Verbundprojekt
Teilnehmen können kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Das bedeutet, dass Sie weniger als 250 Personen beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 40 Mio. EURO oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 27 Mio. EURO haben. Außerdem ist es wichtig, dass das Unternehmen unabhängig ist. Fördermittel dürfen nur alle drei Jahre bis maximal 100.000 EURO in Anspruch genommen werden.
Damit das Projekt durch ESF-Mittel gefördert werden kann, muss es das Querschnittsziel „Gender Mainstreaming“ berücksichtigen.
Deshalb soll das Projekt gleichermaßen Frauen und Männer ansprechen. Das heißt, dass gleich viele weibliche wie männliche Mitarbeiter von dem Projekt profitieren sollen.
Das Projekt im Überblick:
| Thema | Ziel |
| Bestandsaufnahme der besonderen Situation des Unternehmens | Markt, Marktentwicklung, Strategie, Schlüsselaufgaben |
| Festlegung der Anforderungen an die Mitarbeiter, differenziert nach Hierarchieebene (Generierung eines Anforderungsprofils mit KODE®X) | Festlegung der zukünftigen Anforderungen zur Wettbewerbssicherung des Unternehmens |
| Analyse der bereits vorhandenen Kompetenzen (KODE®) | Erhebung des IST-Potenzials |
| Erstellen eines Human Ressource Qualitätshandbuches | Dauerhafte Grundlage zur Generierung von Anforderungsprofilen und Basis zur Führung von Mitarbeitergesprächen |
| Präsentation der Ergebnisse für die Geschäftsführung | Informationstransparenz, Ergänzung weiterer Ableitungen |
| Umsetzungsunterstützung | |
| Workshop zum Wissensmanagement | Grundlage zur Sicherung des Know-hows Älterer und zur Transfersicherung |
| Workshops für MitarbeiterInnen | Aufbau von Innovationskompetenz |
| Workshops für Führungskräfte | Infos zu den Gesamtergebnissen der Mitarbeiter und wie sie damit umgehen können |
| Einrichtung von Mentoringprogrammen | Nutzung und Sicherung des vorhandenen Know-hows |
| Transferveranstaltungen | Informationen einer breiten Öffentlichkeit, Stärkung der Region OWL |
Informationen zu den eingesetzten Verfahren KODE® und KODE®X finden Sie unter www.cekom-nrw.de
Unternehmen, die bereits vom Verbundprojekt profitieren:
- Reitz Ventilatoren GmbH & Co. KG
- Grafschafter Diakonie gGmbH
- Care 24 gGmbH
Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit uns auf.


