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Studienverlauf

Das berufsbegleitende Doktoratsprogramm bietet einen strukturierten Weg zum Abschluss an. Es ist auf eine Studiendauer von drei Jahren angelegt und gliedert sich in zwei Phasen – zum einen Präsenzveranstaltungen in der Studiengruppe, angeleitet von Dozenten der University of Gloucestershire, zum anderen das Verfassen der Promotionsschrift mit einer abschließenden Verteidigung der Thesis.

In den ersten achtzehn Studienmonaten finden acht Präsenzwochenenden von Freitag bis Samstag statt. Im Rahmen derer werden insbesondere Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt. Den Schwerpunkt bilden Betrachtungen unterschiedlichster Untersuchungsdesigns, die Hinterfragung und Vermittlung von Recherchemethodik und -philosophie sowie eine Reflektion und Optimierung der eigenen Herangehensweisen. Es werden vier Assignments je 7.500 Wörter verfasst, in denen systematisch auf die Doktorarbeit hingearbeitet wird. Diese werden außerdem mit dem Mindestumfang der Doktorarbeit verrechnet, der sich dadurch verringert. Am Ende der ersten Phase steht ein Proposal, das von einem universitätsübergreifenden Gremium in Großbritannien geprüft wird.

Die darauf folgende zweite Phase dauert wiederum planmäßig achtzehn Monate und umfasst eigenständige Recherche, die von zwei Doktorvätern/müttern betreut ist. Der Umfang der Doktorarbeit beträgt mindestens 50.000 Wörter. Nach Beendigung der schriftlichen Promotion findet die Verteidigung der Thesis vor einem speziell auf das Promotionsthema zugeschnittenen Professorengremium statt. Die Doktorväter sind bei diesem nicht stimmberechtigt, so dass eine Manipulation des Gremiums auszuschließen ist. Aufgrund des Workloads beträgt die Mindestdauer des Doktoratsstudiums drei Jahre. Unterrichtssprache und Sprache der Promotion sind Englisch. Auf Wunsch werden Intensivkurse oder sprachliche Begleitung für die Promotionsschrift organisiert.

Research PanelResearch Panel

Die englischsprachigen Research Panels setzen sich aus einem festgelegten Ausschuss an fachkundigen Dozenten zusammen. Sie betreuen die Doktoranden vom ersten Moment des Promotionsstudiums an und sind auch nach der Festlegung der Doktorväter/-mütter für Betreuungswünsche offen. Das Panel trifft sich in regelmäßigen Abständen mit dem Doktoranden, erörtert die bisherige Arbeit, berät und leistet Hilfestellung. Auch außerhalb dieser obligatorischen Treffen stehen die Mitglieder des Panels zur Verfügung. Während der gesamten Promotionszeit findet eine regelmäßige Rückkopplung zwischen Doktoranden und Panels statt.

Das Verfahren der strukturierten Promotionen mit Unterrichtsmodulen und Feedback durch Research Panels oder Research Groups ist in Deutschland erst seit Kurzem üblich. Sie werden in Form so genannter „Graduate Schools“ seit einigen Jahren als Eliteprogramm an Universitäten (meist für Stipendiaten in Vollzeit) angeboten. Die Resultate zeigen, dass der Austausch der Akademiker untereinander und regelmäßiges kritisches Feedback die Promotationszeit verkürzen, besser kalkulierbar machen und die Qualität heben.

DoktoratsbetreuerDoktoratsbetreuer

Jedem Doktorand werden zwei Doktorväter/mütter zur Seite gestellt. Dank eines weltweiten Netzwerks an Hochschulen ist die Auswahl an qualifizierten Professoren groß. So finden sich fast immer auf das jeweilige Thema des Doktoranden spezialisierte Betreuer. Diese werden, sofern sie nicht ohnehin an der Mutterinstitution in Gloucestershire lehren, nach entsprechender Eignungsprüfung dort angestellt. So können Sie von einem weltweiten Experten-Pool profitieren. Die Doktoratsbetreuer werden nicht direkt nach der Einschreibung gewählt, sondern sobald die Schwerpunkte der Dissertation genau definiert und fixiert sind, spätestens jedoch mit dem Proposal. Bis dahin wird der Doktorand durch das Research Panel betreut.

Delicous Mr. Wong