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News

11.02.2010

Studie Anlageverhalten

"Prof. Dr. Volker Wittberg von der FHM Bielefeld (links) und Prof. Dr. Oliver Kruse von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen (rechts) untersuchen bereits seit drei Jahren das Anlageverhalten mittelständischer Unternehmer."

Studie belegt - Mittelstand setzt Liquidität zur Bewältigung der Finanzkrise ein

Bielefeld, 11. Februar 2010. Trotz Finanzkrise haben mittelständische Unternehmer auch in 2010 Bedarf an Geldanlagen. Dies belegt eine Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen. Im Vergleich zur ersten Studie vor drei Jahren bedeutet dies eine geringfügige Verringerung um zwei Prozent. Deutlichere Zahlen spricht allerdings das Volumen. Während im Jahr 2007 der durchschnittliche Anlagebedarf pro Jahr bei einer Million Euro lag, liegt er für 2010 bei 100.000 Euro.


Neben langfristigen Anlagen bekundeten die Befragten vor allem einen kurzfristigen Anlagebedarf in Form von Festgeldern und Sichteinlagen. Die Erwartung an eine Mindestverzinsung ist laut Studie um ein Viertel Prozent gesunken, liegt mit 5,24 Prozent jedoch deutlich über dem Kapitalmarktniveau.

76 Prozent der mittelständischen Unternehmer sind ihrem Anlageverhalten treu geblieben, nur 24 Prozent haben dies aufgrund der Wirtschaftskrise verändert. "Da der Mittelstand bereits vor der Krise überaus sicherheitsorientiert investiert hat, war eine Veränderung nicht notwendig", erklärt Professor Dr. Volker Wittberg von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). Dies deckt sich mit der Erkenntnis, dass die mittelständischen Anforderungen an eine Geldanlage im Wesentlichen konjunktur- bzw. krisenunabhängig sind. Sowohl vor als auch nach der Krise stand die Sicherheit an erster Stelle, gefolgt von der Verzinsung. In die Top 5 der Rangliste gerückt ist dieses Mal der Wunsch nach verständlichen Erklärungen zu den Produkten. "Vielen Anlegern ist bewusst geworden, wie wichtig es ist, Finanzprodukte zu verstehen", erklärte Prof. Dr. Oliver Kruse, Dozent für Private Banking und Asset Management im Studiengang Banken und Bausparkassen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 4.000 Unternehmen im Zeitraum von Mai bis Oktober 2009. Die Rücklaufquote belief sich auf 2,5 Prozent. Zur Interpretation der Ergebnisse wurden 19 Experteninterviews geführt.

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