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Eindrücke von Greenpeace und Co.

Konferenztisch im 11. Stock über Hamburg

Nach einer kurzen Fahrstuhlfahrt empfing Thomas Tuma, Ressortleiter Wirtschaft und Medien beim Spiegel, die 15 Studierenden der FHM im 11. Stock. Die Exkursion nach Hamburg begann in dem Raum, in dem auch die Montagkonferenz des Spiegels stattfindet. Wo sonst die Redaktionskonferenz abgehalten wird, konnten die Studierenden in lebendiger Diskussion alles Wissenswerte über das Nachrichtenmagazin erfahren. „Wie funktioniert investigativer Journalismus? Was machen Wirtschaftsredakteure des Spiegel? Warum sind „Stern“ und „Focus“ keine echte Konkurrenz, wie positioniert sich das Nachrichtenmagazin? Was macht Spiegel-online so besonders?“ waren nur einige Fragen, die nach einer allgemeinen Präsentation in regem Austausch geklärt wurden. Ein beeindruckendes Highlight mit reichlich Ein- und Ausblicken. (Ein Bericht von Prof. Dr. Silke Kettig)

FHM trifft FTD

Da standen wir nun und warteten. Die Dame am Empfang der Financial Times Deutschland (FTD) telefonierte sich quer durch die Abteilungen, um jemanden zu finden, der kurzfristig einspringt. Irgendwie hatte die Terminbestätigung zwar uns erreicht, aber nicht die Redaktion. Das ist eine der Tücken, die das Zusammenlegen von ehemals unabhängigen Redaktionen mit sich bringt: die Kommunikation untereinander. Denn seit der Verlag Gruner & Jahr die Redaktionen der FTD, der impulse und der Zeitschrift Capital zu einer großen Wirtschaftsredaktion zusammengefasst hat, gibt es viel mehr Mitarbeiter, die aneinander vorbeireden können. Das weiß auch die Chefin vom Dienst, Cosima Jäckel, die sich spontan Zeit für uns nahm, um uns zu berichten - über die FTD, das Zusammenlegen der Redaktionen und den Arbeitsalltag in Deutschlands größter Wirtschaftsredaktion. Offen erzählte sie uns von den Vor- und Nachteilen des Zusammenschlusses und beantwortete unsere Fragen. Ihre freundliche und energische Art, sowie die vielen Informationen, die wir von ihr bekamen, machten den Besuch bei der FTD zu einem Highlight unserer Exkursion nach Hamburg. (Ein Bericht von Janne Hiller)

Greenpeace im Elbspeicher

Ein weiterer Stop führte die angehenden Medienjournalisten in den Elbspeicher, der zentral am Fischmarkt gelegen, die deutsche Niederlassung der Greenpeace-Organisation beherbergt. Volker Gaßner, Leiter der Abteilung Presse, Recherche und neue Medien, erläuterte den Studierenden anhand verschiedener Kampagnen die Wechselwirkung zwischen Online-, Printmedien und Protestaktionen der Umweltorganisation. Gewaltfreie Aktionen, Vermeidung von Umweltzerstörungen und vor allem finanzielle Unabhängigkeit, gehören zu den wichtigsten Grundsätzen von Greenpeace. Deutlich wurde hierbei die unterschiedliche Mediennutzung von Unternehmen und der Organisation selbst. Während Greenpeace in großem Rahmen auf Social Media setzt kontere so mancher namhafte Weltkonzern noch leise mit einer Pressemitteilung. Den Aktivisten gelänge es so auf Augenhöhe gerade mit den jüngeren Generationen zu kommunizieren und auch zu agieren, so Gaßner. (Ein Bericht von Nina Hagen und Madeleine Dingwerth)

Jan Spielmann, Chefredakteur "mobil"

Abschließend fanden sich die Studierenden der FHM im Besprechungsraum von Gruner + Jahr Corporate Editors ein. Die Corporate Publishing Sparte von Gruner + Jahr ist ein Wachstumssegment innerhalb des Verlagshauses. Seit 1990 erstellen die Hamburger Medienprodukte im Auftrag von Unternehmen. Da die Corporate Publishing Redakteure vor allem auch Journalisten sind, drängte sich die Frage auf, wie die bezahlte Dienstleistung mit der journalistischen Ethik gerade in Bezug auf Interna der zahlenden Unternehmen in Einklang zu bringen ist. Jan Spielhagen, Chefredakteur der „mobil“ antwortete darauf mit einem treffenden Vergleich: „Ich sehe mich in einer ähnlichen Situation wie ein Friseur. Der würde auch nicht ihre kahle Kopfstelle offenlegen, sondern versuchen sie möglichst gut aussehen zu lassen und das ist auch völlig OK.“(Ein Bericht von Mario Unger)

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Delicous Mr. Wong