Matthias Bornhorst, 23 Jahre, Amsterdam
„Ich bin 1,96 m groß und damit genau 10 cm größer als der durchschnittliche Niederländer“, sagt Matthias Bornhorst, kneift die Augen zusammen und grinst. Er ist groß, schlank und hat einen blonden Lockenkopf. Trotzdem fällt Matthias in Amsterdam nicht sonderlich auf. Hier gibt es Einwohner aller Nationen und Kulturen, jeder Sprache und jeden Aussehens. „Ich hab gehört, 90 Prozent aller Nationalitäten sind hier in Amsterdam vertreten“, erzählt der Deutsche, der seit dem 1. Februar 2009 auch dazu gehört.
Matthias macht ein Erasmus-Auslandssemster und studiert an der Vrije Universiteit Amsterdam (Freie Universität) „Political and Social Science“. Neben der staatlichen Universität von Amsterdam ist die Freie Universität die zweite Hochschule, die Erasmus-Studenten ansteuern können. Der moderne Glasbau liegt in der Nähe des Bankenviertels von Amsterdam und beherbergt etwa 16.000 Studenten.
In Bielefeld, wo Matthias normalerweise an der Universität Politikwissenschaft studiert, hat er vor dem Auslandsaufenthalt vier Monate lang Niederländisch gelernt. „Das war gut für die Uni, in der Stadt kommt man aber auch mit Englisch bestens zurecht. Amsterdam ist eine absolute Touristenstadt“, erzählt Matthias.
Vor dem Rijksmuseum (Reichsmuseum) am bekannten Museumplein stehen riesige Metallbuchstaben, die den Schriftzug „I amsterdam“ bilden. „Ich bin Amsterdam“ - so könnte man das Wortspiel übersetzen. Matthias kann sich mit diesem Motto sehr gut identifizieren. Der Student fühlt sich wohl hier, in einer 2er-WG lebt er mit einem Japaner zusammen. „Ich würde ein Uni-Semester in Amsterdam immer weiterempfehlen“, schwärmt Matthias. „Man lernt Leute aus aller Welt kennen. Und die Stadt ist super. Das alte Stadtbild mit seinen Grachten und den vielen Parks, ich mag es, hier rauszugehen oder irgendwo Kaffee zu trinken“.
Aber die Rückkehr nach Deutschland steht bald an. „Ich war nur einmal zuhause während des Erasmus-Semesters und ich würde am liebsten noch hierbleiben“, erzählt der deutsche Student. Deshalb hat Matthias Bornhorst sich schon über einen Masterstudiengang an der Vrije Universiteit informiert und plant, nach Amsterdam zum Studieren zurückzukehren.










